Eisberge in Olten

Das Haus der Fotografie zeigt aktuell Sebastian Copeland’s „Greenland – the last generation on ice“. Die Fotografien beeindrucken mit ihrer Ästhetik und ihrer Entstehung in unwirtlicher Umgebung. Gleichzeitig zeigen sie auf, wie schnell sich durch den Klimawandel der Lebensraum Arktis verändert.
Wie immer lohnt sich der Besuch im IPFO, wenige Minuten von Bahnhof Olten in der Altstadt;

bis 19.7.26, mehr Infos auf diesem Link.

Ella Maillart

Im Photo Elysée Lausanne ist aktuell Ella Maillart (1903–1997) zu sehen. Die Abenteurerin, Photographin und Schriftstellerin reiste in den dreissiger Jahren durch Asien und brachte noch unbekannte Bildwelten mit.
Zu sehen ist auch ihre Art, wie sie Bilder auf Katalog-Karten aufbewahrte. Das Museum regt zum Nachahmen an. Das ist eine gute Idee, in Zeiten digitaler Bilderflut einzelnen Photos eine greifbare Bedeutung zu geben…

Ella Maillart, Photographic Encounters, noch bis 01.11.2026

Mit Dank an M. & E. für den gemeinsamen Ausflug!

Echt jetzt!?

Das Stadtmuseum Aarau zeigt, wie gewaltig sich in den letzten Jahren das Entstehen von Bildern verändert hat. Gezeigt werden Bilder, die ausschliesslich mit der sogenannten künstlichen Intelligenz erschaffen wurden. Sie wurden nie im klassischen Sinn photographiert (und anschliessend bearbeitet). Es ist eindrücklich, was heute schon möglich ist und wie schwierig es ist zu entscheiden, ob es das Dargestellte überhaupt gibt (oder je gegeben hat).
Die sehenswerte Ausstellung ist noch bis 1.3.26 im Stadtmuseum Aarau zu sehen.

Intro als Film

Vielen Dank für die Ausflugs-Idee, R & K!

Mit geschlossenen Augen sehen


Um zu sehen, schliesse ich die Augen.

Autor: Paul Gauguin
Quelle unbekannt

Mein Auge, Selbstversuch 2003
Spannend zu diesem Gedanken von Gaugin ist, eine Suchmaschine mit „blinde fotografen“ zu füttern.

Centro Português de Fotografia

In der Altstadt von Porto ist in einem ehemaligen Gefängnis das Fotomuseum untergebracht. Das Centro Português de Fotografia bietet verschiedene thematische Ausstellungen, auch zum Thema Fotografie und Strafvollzug. Ergänzt wird das Ganze mit einer Zeitreise durch die technische Entwicklung seit Daguerre.
Sehr sehenswert und dazu noch gratis.

Antiga Cadeia e Tribunal da Relação do Porto, Largo Amor de Perdição, Porto, Portugal
mehr auf: cpf.pt

Auf nach Winterthur

Das Fotomuseum und die Fotostiftung bieten gleich zwei gute Gründe für eine Visite in «Winti». Zum einen kann man in die Schweizer Fotografie des 19. Jahrhunderts eintauchen. Eindrücklich, wie sich das neue Medium innert weniger Jahrzehnte entwickelte. Zum Staunen sind die Abbildungsleistungen und die Experimentierfreude in jener Epoche. Neben den technischen Entwicklungen kann man mit dem Abgebildeten in die Welt vor ca. 150 Jahren eintauchen. Auch das gibt manch guten Grund zum Staunen.

Einen ganz anderen Fokus hat die Ausstellung Claudia Andujar mit dem Titel: Der Überlebenskampf der Yanomami. Sie führt in den Norden Brasiliens und zeigt die Begegnung und die Freundschaft der Fotografin Andujar (geb. 1931) mit dem indigenen Volk der Yanomami und deren Bedrohung durch Landrodung, Bergbau Krankheit und anderes mehr…

 

Nach der Natur: Schweizer Fotografie im 19. Jahrhundert, bis 30.01.22

Claudia Andujar: Der Überlebenskampf der Yanomami, bis 13.02.22

Endlich wieder ins Museum

Wenn du in der nächsten Zeit zwischen Vevey und Martigny unterwegs bist, gibt es gleich drei sehenswerte Ausstellungen:

Vevey, unweit vom Bahnhof: Gleich gegenüber der Feuerwehr sind im Museum Jenisch zwei Alte Meister zu entdecken. Ein Westschweizer Chirurg namens Decker sammelte Drucke von Albrecht Dürer und Rembrandt van Rijn. Es ist sehr eindrücklich, sich in deren Werke mit ihrer Detailfülle vertiefen zu können.
Link

Vevey, am Marktplatz: In der Sammlung des Cameramuseums kann man auch beim x-ten Besuch immer wieder etwas Neues finden. Und die Sonderausstellung gibt einen Einblick in die Welt der Infrarotaufnahmen. Sogar die Masken bleiben deutlich sichtbar, ganz Corona konform…
Link

Martigny: die Fondation Gianadda ehrt den Photographen Michel Darbellay (1934-2014), der das Wallis, die Landschaften und Menschen seiner Heimat, mit gekonntem Blick festgehalten hat. Da er auch Bergführer war oder sich auf einem Stuhl unter einem Helikopter festschnallen liess, gelangen ihm sehenswerte Aufnahmen.
Link

Schwarzenbach und Klee unterwegs

Aktuelle Ausstellung in Bern

Unterwegs sein beeinflusst unser Sehen. Viele unsere Bilder entstehen auf Reisen. Seien sie gemalt wie bei Paul Klee oder durch die Linse auf Film gebannt wie bei Annemarie Schwarzenbach. Die Doppelausstellung ist einen Besuch wert. Sie zeigt Entwicklungslinien auf und gewährt bei den Photographien einen Blick in die dreissiger Jahre des 20. Jahrhunderts, als Annemarie Schwarzenbach mit dem Auto von der Schweiz aus Reisen bis nach Vorder- und Zentralasien realisierte!

Link: Ausstellung

Explosion des Sehens

Im Musée de l’Elysée ist aktuell die Ausstellung „Explosion des Sehens“ zu entdecken: Zu sehen gibt es Arbeiten von René Burri, dem wichtigen Schweizer Photographen des 20. Jahrhunderts (1933 – 2014). Im ausgestellten Querschnitt kann man alle Phasen seines kreativen Schaffens erkunden. Neben den eigentlichen Photographien gibt es auch Videosequenzen, Einladungen, Presseausweise, Weinkisten, die als Archiv dienten, und manches mehr…
Hilfreich bei dieser Fülle ist die Gliederung der Ausstellung in 11 Kapitel. Bspw. wird das Thema Bildaufbau im Bereich „Strukturen“ dargestellt, vgl. Photo unten.
Diese und andere Präsentationen orientieren sich an einem andern, mir bisher unbekannten Kapitel aus Burris Leben: „Collagen“. Scheinbar gestaltete der Künstler immer wieder gerne Collagen, die es übrigens auch zu sehen gibt. Das ist eine gelungene Gestaltungsidee, doch gleichzeitig der einzige kleine Kritikpunkt an dieser sehenswerten Werkschau: Denn zahlreiche Exponate sind recht klein und eng präsentiert.

Als Extra gibt es für die Ausstellung ein gut gemachtes Booklet in drei Sprachen, auch auf deutsch: „Explosion des Sehens“.

Noch bis 1. Juni 20 im Musée de l’Elysé, Lausanne, Eintritt gratis, Link

Hinweis: es ist eine der letzten Ausstellungen im Musée de l’Elysé, bevor es für ca. 1 Jahr schliesst und dann direkt beim Bahnhof wieder öffnet. Auch die aktuelle Baustelle und das bereits eröffnete MCBA sind einen Besuch wert, siehe Link